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++++ 8.12.2010 +++ Auf nach Marseille! ++++

Band 10 Das Zeichen der Schlange
ist erschienen!

ISBN 978-3-8423-3656-8; Taschenbuch;
244 Seiten; 15,90 EUR
Bezugsquelle für Buchhandel: Libri

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Der Auftrag, den die Sechs in Marseille erhalten, scheint unmöglich zu erfüllen: Sie sollen Marcel Gormot finden, der sich seit Jahren unter falschem Namen verborgen hält. Das Schicksal hat ihm einst übel mitgespielt und nun ahnt er nicht, dass ihm eine Millionenerbschaft eine zweite Chance bietet. Diese Suche könnte Jahre dauern, doch es bleiben nur vier Wochen Zeit! Eine Spur führt das ahnungslose Team zu einem gefährlichen Schmugglerring ...

In dem abschließenden Band schildert Herbert Kranz nicht nur die abenteuerlichen Erlebnisse an der französischen Mittelmeerküste. Es ist gleichzeitig ein Vermächtniss des Autors, der bei Erscheinen des Buches 68 Jahre alt war. In einer für Jugendliche gut verständlichen Form spricht er grundsätzliche Fragen an: Was ist wichtig im Leben? Wie gebe ich meinem Dasein einen Sinn? Wie kann man Schicksalschläge und Brüche in der eigenen Biografie meistern ohne zu verbittern? Ohne den erhobenen Zeigefinger liefert Herbert Kranz mögliche Antworten.


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Der Autor Herbert Kranz (1891-1973), ein seinerzeit vielgelesener und äußerst populärer bundesrepublikanischer Schriftsteller, verfasste in den Jahren 1953-58 die bei Herder in Freiburg/Br. erschienenen UBIQUE TERRARUM-Bände.

Nach 50 Jahren bringt eine Neuauflage spannende, mit viel Detailliebe erdachte Abenteuer zurück, die nicht nur Jugendliche fesseln werden.

Die Helden dieser Bücher leben nicht mehr in der mystischen Welt der Sagen, sondern in der nüchtern gewordenen Gegenwart. Und so bahnt sich ihnen nicht Ahnung ihres persönlichen Schicksals den Weg, sondern ein klarer, bestimmter und begrenzter Auftrag. Sie stehen im Dienst der Gesellschaft UBIQUE TERRARUM. Von dieser wird berichtet, ein Generaldirektor Artur Miller  habe sie gegründet, ein ordengeschmückter Lord Haystack sei ihr Ehrenpräsident, von London aus werde sie geleitet, und ihr Ziel sei, Forschungsaufträge zu übernehmen und Menschen zu helfen, die in eine Notlage geraten seien, aus der sie selbst keinen rettenden Weg mehr sähen.

AUS DEN SATZUNGEN DER GESELLSCHAFT

Die Gesellschaft übernimmt Aufträge für Ermittlungen, Nachforschungen und Expeditionen nur dann, wenn ihr der Auftrag moralisch gerechtfertigt erscheint. 

                                        §

Die Gesellschaft übernimmt Aufträge für Expeditionen in alle Teile der bewohnten und unbewohnten Erde, soweit deren Ausführung nicht den Gesetzen des betreffenden Landes widerspricht. Sollten aber die Gesetze eines Landes den Gesetzen der Menschlichkeit widersprechen, so wird die Gesellschaft bereit sein, übernommene Aufträge auch dort auszuführen. 

                                        §

Die Kosten einer Expedition werden vom Chef-Expeditionsleiter geschätzt. Die eine Hälfte des angesetzten Betrages ist vor dem Aufbruch der Expedition zu zahlen, die andere nach deren Beendigung. Überschreiten die tatsächlichen entstandenen Kosten den veranschlagten Betrag, so werden sie zur Hälfte vom Auftraggeber, zur Hälfte von der Gesellschaft getragen. 

                                        §

Betrifft eine Ermittlungs- oder Erforschungsaufgabe Menschen, die in Not sind und niemand haben, der sich ihrer annehmen kann, so übernimmt die Gesellschaft die Kosten der notwendigen Hilfs- oder Rettungsaktion. 

                                         §

Die Teilnehmer an einer Expedition haben sich über deren Ziel, Zweck und Ergebnis zu absolutem Stillschweigen verpflichtet. Berichte über Expeditionen werden nur dann veröffentlicht, wenn der Generaldirektor der Gesellschaft und der Auftraggeber damit einverstanden sind. Nichtveröffentlichte Expeditionsberichte werden im Geheimarchiv der Gesellschaft niedergelegt und dort dreißig Jahre lang aufbewahrt.

Nun haben die zehn Bände dieser Reihe nicht einen alles vermögenden Helden, sondern im Mittelpunkt der Erzählungen steht ein immer wiederkehrendes Team. Jeder von ihnen verfügt über Fähigkeiten, die nur ihm eigen sind, und sie können die Aufgaben, nur lösen, indem sie die Schwierigkeiten gemeinsam bewältigen, indem jeder den Beitrag liefert, der ihm gemäß ist. Ein jeder weiß, dass er etwas leistet, aber einem jeden ist auch bewusst, und oft schmerzlich genug, dass er Lücken hat und wo sie liegen. Der Expeditionsleiter, Stephan Slanton, der körperstarke, entschlossene, tatkräftige Engländer, hat ausgesprochene Führungsqualitäten, weshalb ihn die anderen als Chef anerkennen. Aber er selbst empfindet es als Mangel, dass er im Ausdruck gehemmt ist, dass er keine fremde Sprache gelernt hat, und er trägt schwer daran, dass er, ein soldatischer Mensch, bei der Offiziersprüfung durchgefallen ist. Der ausgezeichnete Expeditionsarzt, Gaston de Montfort Comte de Darifant-Croy, genannt Graf, besitzt die Gabe, schwierige menschliche Situationen mit spielerischer Leichtigkeit und geschliffener Heiterkeit zu meistern - aber er hat erfahren müssen, dass ihm nicht möglich war, sich gegen Böswilligkeit und gehässigen Unverstand durchzusetzen. Der Expeditionsforscher, Peter Geist, spricht so viele Sprachen, dass der Leser vielleicht meint, das müsse er mit Humor hinnehmen. Dieser GG findet dank seinem Scharfsinn die Lösungen, an denen alle anderen vorbeigehen - ihn verfolgt aber noch als reifen Mann in Angstträumen die peinliche Jugenderinnerung, dass er, zum Gespött seiner ganzen Klasse, an keiner Reckstange hochkam.

Unverzichtbar, wie für jeden Spezialisten, sind ihre Assistenten. Bertram Kunke, mit dem Spitznamen Figur, der Dr. Geist zur Hand geht, gehörte einmal der gleichen Gruppe der Jugendbewegung an wie der Doktor. Expeditionskoch Cyprian Bombardon, auch Neunauge genannt, und der Graf waren Kriegskameraden. Woher der Chef und Plumpudding, mit bürgerlichem Namen Patrick Cromby, einander kennen wird nicht berichtet, und es wäre eine schöne Preisaufgabe für jugendliche Leser, wenn sie die Frage "Wie lernten Chef und Plumpudding einander kennen?" mit einer kleinen Geschichte beantworten müssten.

"Wenn es diese Gesellschaft wirklich gibt", so schrieb seinerzeit eine begeisterte junge Leserin an Herbert Kranz, "dann melden Sie mich bitte bei ihr als Mitglied an. Wenn es sie aber nicht gibt, dann müsste es sie eigentlich geben."

Lassen sie sich entführen - zu Missionen in den Schluchten des Hindukusch, in den Dschungeln Brasiliens, in dem Grenzgebiet zwischen Arizona und Mexiko, am Hof des Sultans von Marokko, in Grönlands ewigem Eis - kurz gesagt: 

UBIQUE TERRARUM - Überall auf der Welt...


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